(Photographic Seoul museum of art) – SEOUL, SOUTH KOREA
JADRIC ARCHITEKTUR & 1990UAO
Credits
Stadt: Seoul
Land: Südkorea
Art: Offener, Internationaler Wettbewerb
Voraussichtliche Fertigstellung: 11/2024
Architekten: Jadric Architektur & 1990uao
Projektteam Wien: Jakob Mayer, Federica Rizzo, Nikolaus Punzengruber, Dennis Przybilka, Max Krankl
Projektteam Seoul: Yoon Geun Ju (Architecture) with Jihye Na, Soojun Lee, Holim Han, Daum Shin, Kyungjoo Min, Hyeonsun Choi, Kyunghyun Min, (Jieun Lee)
Bauingenieur: Eden Structure Consultant
Tiefbau: SIWON E&C
Mep Ingenieur: HANA Consulting & Engineers
Landschaftsplanung: ALIVEUS
Fassade Design: Excfirm
Umweltfreundliches Design (Zertifizierung): Econex E&C
Koordinator: Byonghun Lee
Visualisierungen: Claudio Anderwald Computergraphics
Foto Credits: Jihyunjung
Übersetzung: Byonghun Lee , Daria Jadric
Das P-SeMA (Photographic Seoul Museum of Art), ist durch Zusammenarbeit von Jadric Architektur in Wien und unserem koreanischen Partnerbüro 1990uao entstanden.
Das Projekt konnte sich gegen 73 weitere Projekte bei einem offenen internationalen Wettbewerb durchsetzen und wird somit zum ersten gebauten offiziellen Fotomuseum Koreas. Die Eröffnung wird am 29. Mai 2025 stattfinden. Es stellt selbst nach koreanischen Maßstäben ein außergewöhnliches Vorhaben dar.
Der dynamische Entwurf wird als skulpturales Wahrzeichen entlang der zukünftigen Kulturmeile in Chang-dong dienen. Seine gedrehte, monolithische Form bereichert den umgebenden öffentlichen Raum und die architektonische Identität des Viertels insgesamt. Die Symbiose zwischen Fotografie und Architektur kann wie folgt gesehen werden: Fotografie ist Malerei mit Licht; Architektur ist das Spiel der im Licht versammelten Formen.
Die lebendige Gestaltung des Museums symbolisiert eine Momentaufnahme, eine Eigenschaft, die Architektur und Fotografie teilen. Die Form des Gebäudes reagiert auf die Bewegungsrichtungen der Umgebung und bildet einen Höhepunkt der geplanten “Kulturmeile”. Es verschmilzt mit dem angrenzenden Platz zu einem begehbaren Objekt, das zum Verweilen einlädt. Im Erdgeschoss erwartet die Besucher ein offener Gastraum, der reichlich Platz bietet. Die Jury lobte insbesondere die markante Formensprache des Museums, die allerdings nicht zum Selbstzweck wird, sondern eine funktionale Innenstruktur unterstützt. Diese ist optimal auf das moderne Programm des Museums abgestimmt. Die dynamisch rotierte, teilweise begehbare Außenhülle bereichert nicht nur den urbanen Raum, sondern setzt auch gezielt Akzente in Bezug auf die umliegende Bebauung.
Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, die regionale Wirtschaft anzukurbeln, das visuelle Kulturerbe zu bewahren und den Einwohnern kulturelle Angebote in den Bereichen Fotografie und Video zu bieten. Angesichts des wachsenden Medieninteresses und der steigenden Nutzung von Fotografie gibt es einen zunehmenden Bedarf an entsprechenden Ausstellungen und Bildungsangeboten, dem bisher kaum Rechnung getragen werden konnte. Mit der Eröffnung dieses Fotomuseums, das sich speziell der Fotografie widmet, werden die kulturellen und Bildungsmöglichkeiten für die Einwohner der nordöstlichen Region deutlich erweitert – einem Gebiet, das in Bezug auf kulturelles und wirtschaftliches Wachstum bisher zu den am wenigsten entwickelten zählt.
Das Seoul Photographic Art Museum wird somit weit mehr als nur ein Ausstellungsort sein; es ist als wesentlicher Bestandteil der neuen Kulturmeile konzipiert.