Projektdetails
- Architekt: Jadric Architektur ZT GMBH
- Koreanischer Partnerarchitekt: 1990uao, Yoon Geun Ju (1990uao@gmail.com)
- Projektteam: Jakob Mayer, Federica Rizzo, Nikolaus Punzengruber, Dennis Przybilka, Max Krankl
- Visualisierungen: Claudio Anderwald Computergraphics (claudioanderwald.com)
- Übersetzung und Bearbeitung: Byonghun Lee, Daria Jadric
- Art: Internationaler Wettbewerb, 1. Preis
- Ort: Seoul, Südkorea
Projektbeschreibung
Jadric Architektur und ihr koreanischer Partner „1990uao“ (Yoon Geun Ju) wurden nach dem Gewinn eines internationalen Wettbewerbs mit der Realisierung des Seoul Photographic Art Museum beauftragt.
Das dynamische Design dient als skulpturales Wahrzeichen entlang der zukünftigen Kulturmeile in Chang-dong. Die verdrehte, monolithische Form bereichert den öffentlichen Raum ebenso wie die architektonische Identität des gesamten Stadtviertels.
Die Symbiose zwischen Fotografie und Architektur lässt sich wie folgt verstehen: Fotografie ist „Malen mit Licht“, Architektur das „Spiel der Formen im Licht“.
Die dynamische Bewegung des Baukörpers symbolisiert den Momentaufnahme-Charakter – ein gemeinsames Merkmal von Architektur und Fotografie. Die Form reagiert auf die Bewegungsrichtungen des umgebenden Raumes und wird so zum Highlight der geplanten Kulturmeile.
Das Gebäude verschmilzt mit dem Platz und wird zu einem begehbaren Objekt zum Verweilen und Sitzen – es entsteht großzügiger öffentlicher Raum. Im Erdgeschoß lädt ein offener „Gäste-Raum“ mit viel Fläche zum Aufenthalt ein.
Das Konzept sieht eine doppelte soziale Nutzung vor: Urbane Landschaften im Innen- und Außenraum bieten Besuchern sowie der benachbarten Wohnbevölkerung mehr Lebensqualität.
Die funktionalen Einheiten im Gebäude sind logisch miteinander verbunden und ermöglichen eine natürliche Orientierung sowie einen komfortablen Besuchsfluss durch die Ausstellungsräume.
Für die Ausstellungen wird ein „White-Cube“-Konzept vorgesehen – flexibel und für unterschiedlichste Präsentationen geeignet. Die Räume lassen sich leicht zu größeren Ausstellungseinheiten verbinden. Bildungsräume sind im obersten Geschoß gebündelt.
Das Lichtkonzept basiert auf der Interaktion zwischen Gebäude und Licht: Statt klassischer Projektionsflächen kommen hinterleuchtete Betonelemente zum Einsatz – eine Symbiose aus Licht und Körper.