Projektdetails
- Architekt: Jadric Architektur ZT GMBH
- Typ: Competition
- Preis: Hoonorable Mention
- Jahr: 2022
- Ort: Jeollanam - Do, Republic of Korea
- Projektteam: Mladen Jadric, Nikolaus Punzengruber, Jakob Mayer, Byonghun Lee
Projektbeschreibung
Wie erzählt man richtig die Geschichte des Namdo Righteous Army History Museum und seine Herkunft, Bedeutung und Symbolik für die Gesellschaft?
Die Namdo Righteous Army ist ohne Einblick in die koreanische Landschaft, das Landleben und die Landwirtschaft kaum verständlich. Die koreanische Gemeinschaft bildet einen komplexen kulturellen Raum, in dem sich vielfältige Aktivitäten harmonisch in die umgebende Landschaft einfügen und entwickeln.
Unser Entwurf schlägt einen komplexen Kulturraum vor, der die Vernetzung aller Wege, die Installation von Skulpturen, die Schaffung von Anziehungspunkten usw. umfasst. Er soll eine lebendige Basis für Einheimische werden und den Kulturtourismus fördern. Das Ergebnis ist ein umfassender Masterplan für Museen und Außenanlagen auf dem gesamten Gelände.
Damit wird das Potenzial des Gebiets weiter gesteigert. Der Bildungsauftrag des Museums wird von neuen attraktiven Touristenzielen umgeben: Wander- und Radwege entlang des Yeongsan-Flusses, der Daya-Ebene, des Sa-am-Stausees sowie Flussfahrten, Wander- und Fahrradwege.
Das Konzept sieht ein einheitliches Material (Cortenstahl) vor, das die gesamte Anlage visuell und funktional verbindet. Außen- und Innenraum bilden eine konzeptionelle Einheit.
Das Potenzial der Topografie wird maximal genutzt – die vorhandenen Terrassen des Geländes bleiben nach dem Abriss der Szenengebäude erhalten. Die außergewöhnlich schöne natürliche Topografie des Ortes wird durch ein System offener Fußwege aktiviert.
Natürlicher Raum – Kulturraum:
Jeollanam-do war die aktivste Region in der Freiwilligenbewegung der Righteous Army, als das Land in der Krise war. Ihre Geschichte sollte genau erforscht und systematisch ausgestellt werden, damit ihr Geist in neuen Generationen weiterlebt.
Der Waldpark ist ein Bild der Natur mit möglichst wenigen künstlichen Bauwerken für Besucher. Der Park des Gedenkens hingegen erfordert ein echtes Ensemble öffentlicher und kultureller Einrichtungen.
Dieser Park soll tatsächlich ein Spiegelbild der Gesellschaft sein, in dem einzelne Themen sozialen Austausch anregen und fördern.
Gesellschaft zu schaffen bedeutet auch, eine offene Baustelle zu haben. Deshalb sprechen wir lieber von Prozessanregung als von einem Park, der der reinen Unterhaltung dienen soll. Im Hinblick auf eine mögliche Transformation geht es eher darum, eine Methode vorzuschlagen, die sich mit architektonischer Präzision und planerischer Offenheit befasst. Dabei helfen uns die Attribute Anpassungsfähigkeit, Weiterentwicklung und Redundanz, eine Reihe von „Möglichkeitsfeldern“ zu gestalten.
Die Entwurfsstrategie zielt zunächst darauf ab, den maximalen Nutzen aus der Platzierung einer bestimmten Anzahl von Themen mit passenden Einrichtungen zu ziehen. Basierend auf dem formalen Rasterkonzept erlaubt die planerische Offenheit jede spätere Änderung. Ziel ist es, die einzelnen Bereiche in ein dynamisches Nebeneinander von Aktivitäten zu organisieren.
NETZWERK VON ANZIEHUNGSPUNKTEN ODER BEWEGUNG ALS PROZESS
Wir schlagen mehrere Ebenen vor, die sich überlagern und so die neue Kulturlandschaft bilden:
- Präzise im Gelände verteilt sind die Bewegungspunkte: Hostel, Informationszentrum mit Café, Museum, Konservierungszentrum, Freilichtmuseum/Gedenkstätte, Startpunkte der Wege in die Landschaft usw.
- Ein Sky Park wird über die Landschaft gelegt und verbindet die Bewegungspunkte. Einzelne Gebäude docken an den Sky Park wie Früchte an einem Zweig an.
- Zwischenstationen beeinflussen die Entwicklung einzelner Felder – diese wachsen und entwickeln sich allmählich zu eigenständigen Themenlandschaften.
Oberflächenveredelung – Verfeinerung
So wie die Natur Gold produziert – wie ein Baum wächst und Früchte trägt, müssen die Hauptattraktionen im Park ihren Platz im Gesamtkonzept finden.
Der Park bringt drei Kategorien aus der Naturlandschaft mit:
- Erstens, der Garten
Ein Hof ist ein Raum mit begrenzter Fläche, die durch ein Raster unterteilt ist. Höfe werden nach Höhe, Dichte und Transparenz unterschieden. Verschiedene Pflanzenmerkmale zeichnen Gärten aus: Gärten bestehen aus einer Mischung einheimischer und kultureller Pflanzenarten. - Zweitens, der Sky Path (Himmelsweg)
Der Sky Path ist ein Weg, der den gesamten Park des Gedenkens, alle Anziehungspunkte, verbindet und sich in das Gebäudeensemble einfügt.
Wenn man den Hof in Richtung des Eingangs des Sky Path betrachtet, der sich von Südosten nach Nordwesten erstreckt, überlappen sich die Pflanzen und bilden einen dichten Wald. Von Südwesten nach Nordosten ist die Dichte gering, mit offener Sicht zur Natur. Entlang des Sky Path entdeckt man unterschiedliche Höfe. - Drittens, der natürliche Wald
Der natürliche Wald unterstützt den Garten, in dem Pflanzen wachsen, und wird zur Grundorganisation, die als Hintergrund der architektonischen Attraktionen dient.