Projektbeschreibung
Nach der erfolgreichen Ausstellung auf der Biennale in Seoul wurde die Lehrveranstaltung „Landscripts of Vienna and Seoul“ im darauffolgenden Wintersemester fortgesetzt. Aufbauend auf dem im vorherigen Semester gewonnenen Wissen wurde eine neue, intensive Auseinandersetzung mit der urbanen Typologie des Wohnens unter neu definierten Kriterien durchgeführt. Gemeinsam mit Gastprofessor Seung H-Sang (SDF) und Mladen Jadric (TU) wurden die studentischen Arbeiten im Donuimun Museum in Seoul ausgestellt.
Landscripts of Vienna and Seoul 2 präsentiert Entwürfe für neue Nachbarschaften innerhalb des Hope Village (Sanggye-Village) in Seoul. Der inhaltliche Rahmen des Programms basiert auf einer Symbiose der besten Erfahrungen beider Städte und ist in zwölf Kategorien gegliedert: Topografie, Weg, Straße, Lebensweise, Mikroökonomie, Umwelt, Gemeinschaft, Gestaltung, Nachhaltigkeit, Lokalität, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit.
Dieser Ansatz zeigt, dass leistbares Wohnen eine grundlegende Voraussetzung sowie ein wesentlicher Bestandteil einer gerechten, inklusiven und nachhaltigen Stadt der Zukunft ist. Das Projekt umfasst strategische und präzise entworfene Positionen – vom konzeptuellen Ansatz bis zum ausgearbeiteten Entwurf – basierend auf einem tiefen Verständnis und einer fundierten Auseinandersetzung mit den Prinzipien des Designs in Bezug auf die gewählte Typologie. Die neuen Nachbarschaften zeigen großen Respekt für die lokale Lebensweise sowie soziale, wirtschaftliche und ökologische Verantwortung.
Die hochdichten, niedriggeschossigen Nachbarschaften offenbaren unterschiedliche Ebenen von Bebauung und komplexe Kontexte zeitgenössischer urbaner Bedingungen – ein Modell, das die Stadt Seoul als Pilotprojekt für zukünftige Wohnformen nutzen könnte.