Hangzhou Watertown 

Projektdetails

  • Architekt: Jadric Architektur ZT GMBH
  • Art: Internationaler Wettbewerb, Erster Preis
  • Ort: Xiaoshan District, Hangzhou, China
  • Klient: Qianjiang Century City Administration Committee, Xiaoshan District, Municipality of Hangzhou
  • Projektteam Wien: Mladen Jadric (Architecture), Klaus Semsroth (Urban Planning), Jakob Mayer, Maximilian Krankl, Fabian Kitzberger, Giulia Tolu, Rodolfo Siccardi, Claudio Anderwald (Visualizations)
  • Projektteam Shanghai: Xu Kai (Architecture), Sun Tonguy (Urban Planning), Ye Lei, Li Huayi, Guo Zhichao, Wu Fanwen, Wang Dengheng, Jin Gang, Matthias Neuber
  • Berater: Kälte Ingenieuring GmbH (HVAC Concept), Shanghai Modell (Architecture & Urban Design Model), Denise Roth & Michael Strixner (Concept Design and Public Space Model)
  • Übersetzung: Manzhu (Vera) Li

Projektbeschreibung

Vision und Schlüsselelemente des Projekts

Die Wiederbelebung der Uferzone: Das Ufergebiet wurde zum Zentrum intensiver Entwicklungsaktivitäten. Aktive und sich entwickelnde Programme sind entscheidend für den Erfolg der Uferzone und können auch zur Generierung von Einnahmen genutzt werden. Unser Projekt schlägt ein Ufer entlang des OST- und WEST-Teils als öffentlichen Raum vor. Der Fokus liegt auf dem GEBÄUDE ALS GENERATOR DES ÖFFENTLICHEN RAUMS zusammen mit den öffentlichen Gebäuden entlang des Flusses. Das Projekt hebt das Potenzial unseres Standorts hervor und versucht, das Ufer als neue Vision des urbanen Raums zu nutzen. Der gesamte Raum im Projektgebiet soll öffentlich zugänglich entlang des Flusses sein. Ziel der Vision ist es, die Effektivität des Ufers bei der Schaffung eines angenehmen öffentlichen Raums zu bestätigen. Die Entwicklung und geplanten Gebäude (KUNSTCLUSTER) werden detailliert untersucht, um die Stärken des öffentlichen Raums zu identifizieren. Darüber hinaus basiert das Projekt auf relevanten zeitgenössischen Debatten der urbanen Theorie.

Das Ufergebiet fördert menschlichen Kontakt und soziale Aktivitäten und ist ein perfekter Rahmen zur Förderung einer starken kulturellen Identität. Die Gebäude entlang des Ufers besitzen gestalterische und architektonische Merkmale, die visuell interessant sind und die lokale Kultur und Geschichte widerspiegeln. Außerdem hat der Ort einen einzigartigen Charakter und alle Elemente, die für einen erfolgreichen öffentlichen Raum notwendig sind.

Kulturelles Image (Gebäude als kulturelles Wahrzeichen)

Ein neuer Ansatz für die Kulturlandschaft (kulturelles Image) ist die Symbiose und der Erhalt kultureller und natürlicher Ressourcen. Dies ist ein Schlüsselfaktor zur Stärkung der regionalen Identität. Urbanisierung, Revitalisierung und Gentrifizierung sind eng verbunden mit der Entstehung einer neuen Kulturwirtschaft, in der Kultur eine zentrale Rolle spielt. Die Schaffung von GEBÄUDEN ALS KULTURELLE WAHREZEICHEN kann eine bedeutende Rolle bei der Anziehung neuer und vielfältiger Tourismusmärkte spielen. Diese Perspektive ist ein starker Anreiz für lokale und regionale Behörden, das kulturelle Tourismuspotenzial einer größeren Region weiterzuentwickeln. Die Hauptpunkte der Entwicklung einer neuen 4.0-Wirtschaft sind die Beziehung zwischen kulturellen Ressourcen und dem natürlichen Territorium. Die Schaffung neuer kultureller Ressourcen in Kombination mit dem Erbe Hangzhous, dargestellt in der räumlichen Planungspolitik des Clustering und Zonierung der Kulturlandschaften, schafft eine Vision, in der kulturelle Wahrzeichen die Schlüsselrolle spielen. Investitionen in Gebäude wie KULTURELLE WAHREZEICHEN, die Kommunikation von Erzählungen, Legenden, Geschichten und Ikonen sowie die Schaffung und Anpassung von Erwartungen und Erlebnissen sind zu einem kritischen Erfolgsfaktor im Wettbewerb zwischen touristischen und kulturellen Zielen geworden. Andererseits ist die Nachhaltigkeit kultureller Landschaften stark mit der Fähigkeit verbunden, den Zusammenhalt zwischen verschiedenen kulturellen Ressourcen zu stärken. Das Design der drei unterschiedlichen, aber sehr gut verbundenen Cluster war die beste Unterstützung für dieses Ziel und für den erwarteten wirtschaftlichen und kulturellen Impuls.

Identität und Vielfalt (Gebäude als Ikone)

Kulturelles Branding bedeutet, dass Menschen sich darauf verlassen können, ihre Identität auszudrücken. Städte spiegeln das menschliche Bedürfnis wider, Vergangenheit zu dokumentieren und zu bewahren, zeigen aber auch den Geist des Ortes. Ikonische Gebäude können kulturelle Modelle und Statements zu Identität und Vielfalt sein. Sie sprechen die kollektiven Bedürfnisse und Wünsche der Menschen an. Die drei neuen Unterzentren der Stadt Hangzhou sind nicht nur eine Ansammlung von Gebäuden, sondern werden ein Symbol für Einheit, kulturelle Bedeutung, historische Wichtigkeit, nationale Ideale und lokalen Stolz sein. Ihre Verbindung ist eine Aussage für eine Stadt, die kein Ort einzelner Gebäude, sondern eine „Komposition des Ganzen“ ist. Sie berühren unsere Emotionen. Dieses kulturelle „Gemeingut“ stärkt die Bindungen, die die Menschen in Hangzhou als Gemeinschaft teilen. Die Verbindung mit ihnen vermittelt Sicherheit und ein Gefühl von Stabilität. Sie sind das kulturelle Mörtelwerk der Gesellschaft. Die Schaffung dieses symbolischen Lebenszentrums wird Licht, Wind und vor allem die menschliche Maßstäblichkeit wiederherstellen. Die Vielfalt der Formen wird der Stadt helfen, mit der Identität und Komplexität der sich schnell verändernden neuen urbanen Nachbarschaften umzugehen. Die angewandte Entwurfsmethode erklärt sich selbst im Vergleich zwischen Kompositionsform – Megastruktur – Gruppenform.

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